FKV-Meisterschaften Männer I

Theener schreibt Geschichte: Männer I gewinnt sensationell die FKV‑Meisterschaft

 

Die Tinte unter dem Eintrag zur Vize‑Landesmeisterschaft ist kaum getrocknet, da setzt die Männer‑I‑Mannschaft des KBV "Waterkant" Theener schon das nächste Ausrufezeichen. Nur ein paar Wochen nach dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte folgte am Sonntag in Werdum der nächste – und diesmal ein historischer: Theener gewinnt erstmals die FKV‑Meisterschaft.

 

Über die Vize‑Landesmeisterschaft hatte sich das Team um Mannschaftsführer Sören Saathoff für den prestigeträchtigen Wettbewerb qualifiziert, bei dem die drei besten Teams aus Ostfriesland auf die drei besten Mannschaften aus Oldenburg treffen. Schon die Anreise zeigte, wie groß die Unterstützung im Verein ist: Mit zwei voll besetzten Bussen – rund 20 Werfern und etwa 50 Käklern und Mäklern – machte sich der Tross auf den Weg nach Werdum. Vor Ort stießen weitere Käkler und Mäkler dazu, die auf eigene Faust angereist waren.

 

Starker Start und frühe Führung

 

Alle Gruppen fanden hervorragend in den Wettkampf. Von Beginn an wurde deutlich, dass Theener im direkten Duell mit Bredehorn Wurf um Wurf die Nase vorn hatte. Auf der Wende begann das große Rechnen: Wer lag vorne, wer hatte wie viele Würfe benötigt? Schon dort deutete sich an, dass Theener in Führung lag. Doch ausruhen kam für die junge Mannschaft nicht infrage. Konzentriert und mit beeindruckender Konstanz setzten sie ihre Würfe fort.

 

Es war ein Sahnetag für die Männer I: nahezu jeder Wurf lief auf der Ideallinie, das Wetter spielte mit, und die mitgereisten Käkler und Mäkler sorgten für Stimmung, feuerten an und sprinteten den starken Würfen hinterher. 

 

Spannung bis zum letzten Wurf

 

Als die ersten Gruppen ins Ziel kamen, stieg die Nervosität. Zwar sah vieles gut aus, doch niemand wollte sich zu früh freuen. Zu viele Partien liefen noch, zu viele Unwägbarkeiten waren im Spiel. Besonders die Begegnung zwischen Pfalzdorf und Spohle blieb lange offen. Käkler und Mäkler auf Fahrrädern lieferten Zwischenstände, während Vereinsvorsitzende Karin Noosten‑de Groot per Facetime zugeschaltet wurde, da sie wegen einer Konfirmation nicht vor Ort sein konnte.

 

Mit jeder ankommenden Gruppe verdichtete sich das Bild: Theener lag weiterhin vorne. Doch niemand wollte voreilig jubeln. Erst wenn wirklich alle Partien im Ziel waren, sollte gefeiert werden. Als schließlich auch die letzte Begegnung abgeschlossen war und alle Würfe gezählt waren, löste sich die Spannung – und dann brachen alle Dämme. Jubel, Tränen, Umarmungen, pure Fassungslosigkeit: Theener ist FKV‑Meister.

 

Ein historischer Triumph

 

Erst jetzt wurde das Ausmaß des Erfolgs sichtbar: Theener gewann mit 11 Würfen Vorsprung vor Schirumer‑Leegmoor und 15 Würfen vor Pfalzdorf. Bredehorn, Halsbek und Spohle folgten dahinter.

 

Schirumer‑Leegmoor belegte damit den zweiten Platz, Pfalzdorf wurde Dritter. Beide Teams gratulierten fair und blickten dabei in die ungläubigen Gesichter der Theeneraner. Mit diesem Sieg hatte niemand gerechnet. Nicht nur, dass Theener erstmals an einer FKV‑Meisterschaft teilnahm und diese direkt gewann – auch im gesamten Kreisverband Norden gab es in der 100‑jähriger Geschichte noch nie einen FKV‑Meister im Männerbereich.

 

Bei der Siegerehrung durfte Theener dann auch den FKV‑Meisterinnen aus Norden gratulieren. Beide Titel bleiben damit im Jubiläumsjahr im Kreisverband Norden – ein außergewöhnlicher Moment für die Region. 

 

Feier im Vereinsheim

 

Auf dem Rückweg nach Theener wurde Vereinsvorsitzende Karin Noosten‑de Groot, die zuvor noch auf einer Konfirmationsfeier war, kurzerhand eingesammelt und direkt mit zum Vereinsheim genommen – gerade rechtzeitig, um den historischen Triumph gemeinsam mit der Mannschaft und den Käklern und Mäklern zu feiern.

 

Dort wurde der Erfolg ausgiebig gewürdigt. Der Verein zeigte einmal mehr seinen starken Zusammenhalt – ein Zusammenhalt, der sich nun ausgezahlt hat. Die große Unterstützung der Käkler und Mäkler war ein entscheidender Teil dieses Erfolgs. „Wir sind überwältigt von der riesigen Beteiligung aus unseren eigenen Reihen“, hieß es aus dem Verein.